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Vinylboden an der Wand befestigen

Vinylboden an der Wand: So befestigen Sie ihn richtig

Kontaktkleber für die Befestigung von Vinylböden an der Wand

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Einen Vinylboden an die Wand zu kleben, ist eine ebenso neuartige, wie zunehmend beliebte Alternative in der Raumgestaltung.

Worauf es bei der Montage von Vinylböden an der Wand ankommt, erklärt Ihnen dieser Beitrag.

Bisher war Vinyl vorrangig für die Verlegung auf Fußböden bekannt und bewährt.

Doch moderne Vinylböden lassen sich genauso an der Wand befestigen.

Durch die vorteilhaften Materialeigenschaften und die grenzenlose Auswahl an unterschiedlichsten Dekoren eröffnen sie vielfältige Möglichkeiten in der Raumgestaltung. Um jedoch ein dauerhaft schönes Ergebnis zu erreichen, gibt es einige wichtige Aspekte zu berücksichtigen.

Welcher Vinylboden kann an der Wand montiert werden?

Da die Nachfrage nach Vinylböden für die Wand in den letzten Jahren stark gestiegen ist, hat der Vinylboden-Markt darauf reagiert.

Seit der Weltleitmesse Domotex 2018 bieten immer mehr Hersteller Vinylböden an, die auch speziell für die Gestaltung von Wänden konzipiert sind.

Diese unter dem Begriff Luxury Vinyl Tile (kurz: LVT) vermarkteten Produkte stellen eine kostengünstige und anwenderfreundliche Alternative zu Laminat und Parkett, insbesondere aber auch zu Keramikfliesen dar.

Vinylböden gibt es grundsätzlich in zwei Ausführungen:

  • als Voll- bzw. Massiv-Vinyl
  • oder als Fertig-Vinyl mit Klick-System auf HDF-Trägern.

Prinzipiell können alle Vinylböden an der Wand befestigt werden.

Auch jene, die eigentlich für die herkömmliche Verwendung als Fußbodenbelag vorgesehen sind. Jedoch bestehen Unterschiede in der Vorbereitung des Untergrundes und in der Montage.

Voll-Vinylboden an die Wand kleben

Das Material von Voll-Vinylböden ist wesentlich dünner, als bei Vinyl auf HDF.

Soll ein Voll-Vinylboden an der Wand befestigt werden, muss der Untergrund daher vollkommen eben und glatt gespachtelt sein.

Ansonsten würden sich Unebenheiten in der Wand durchdrücken, was unschöne Dellen im Vinylboden zur Folge hätte.

Das dünnere Material hat aber auch Vorteile: Es lässt sich leicht verarbeiten und mit einem scharfen Messer auch problemlos an der Wand zurechtschneiden.

Montiert wird ein Voll-Vinylboden meist in Planken, die an der Wand befestigt werden.

Um dauerhafte Haltbarkeit zu gewährleisten, ist die dabei die vollflächige Verklebung mit einem geeigneten Kleber am besten geeignet.

Von der Verwendung eines doppelseitigen Klebebandes oder der Befestigung des Vinylbodens an der Wand mit Nägeln ist abzuraten.

Fugen und Übergänge können mit Silikon aufgefüllt und abgedichtet werden. Damit wird der Vinylboden an der Wand auch wasserresistent, wodurch er auch für den Einsatz in Badezimmern geeignet ist.

Klick-Vinylboden an der Wand befestigen

Im Gegensatz zu Voll-Vinylböden verzeihen Klick-Vinylböden durch ihre höhere Stärke kleinere Unebenheiten im Untergrund.

Soll ein Klick-Vinylboden an die Wand angebracht werden, ist es daher nicht unbedingt erforderlich, diese vorher absolut glatt zu spachteln – trocken und eben muss der Untergrund dennoch sein.

Die Montage von Klick-Vinylböden erfordert etwas Übung:

Die Dielen können zwar durch das Klick-System relativ einfach miteinander verbunden werden, müssen aber dennoch gleichzeitig mit einem geeigneten Kleber an der Wand befestigt werden.

Am besten wird der Klick-Vinylboden von unten nach oben an die Wand geklebt, damit sich die Dielen gegenseitig stützen können.

Darüber hinaus ist das Dehn- und Schrumpfverhalten des Klick-Vinylbodens zu berücksichtigen:

Im Randbereich müssen sogenannte Dehnungsfugen frei gelassen werden, damit das Material entsprechend arbeiten kann.

Vor allem bei Klick-Vinylböden auf HDF-Trägern spielen diese Fugen eine entscheidende Rolle, da es ansonsten bei Feuchtigkeit oder Wärmeinwirkung durch z. B. Sonneneinstrahlung zu unschöner Fugen- oder Dellenbildung kommen kann.

Ist ein Vinylboden an der Wand auch im Badezimmer möglich?

Ein wesentlicher Vorteil von Vinylboden an der Wand ist, dass er wasserresistent ist und nahezu auf alle bestehenden Untergründe aufgebracht werden kann.

Dementsprechend erfreut er sich vor allem auch bei der Renovierung von Badezimmern großer Beliebtheit, weil auf die aufwändige, lärm- und schmutzverursachende Entfernung von bestehenden Fliesen verzichtet werden kann.

Bei der Auswahl des Vinylbodens für die Wand ist darauf zu achten, dass dieser speziell für den Einsatz in Feuchträumen freigegeben ist.

Darüber hinaus muss sichergestellt sein, dass der Untergrund gegen Wasser und Feuchtigkeit abgedichtet ist.

Bei bestehenden Fliesen an der Wand sollte dies jedoch bereits der Fall sein, sodass eine neuerliche Abdichtung nicht erforderlich ist. Bei vollflächig verklebtem Vinylboden an der Wand können die Fugen problemlos mit Silikon abgedichtet werden.

Bei Klick-Vinylböden sorgen Nut und Feder für wasserdichte Fugen, jedoch müssen im Randbereich Dehnungsfugen bestehen bleiben.

Geeignete Vinylböden sind grundsätzlich wasserresistent, sodass weder Spritzwasser noch länger anhaltende Wassereinwirkung die Oberfläche beschädigen.

Eine entsprechende Abdichtung des Untergrunds beugt auch der Schimmelbildung unter dem Vinylboden an der Wand durch eindringende Feuchtigkeit vor.

Mit welchem Kleber kann der Vinylboden an der Wand befestigt werden?

Um Vinylboden an die Wand zu kleben, empfiehlt sich die Verwendung von Kontaktkleber, der auf Untergrund und Vinylboden aufgetragen wird. Kontaktkleber sind einfach und sicher in der Anwendung – sowohl Planken aus Vollvinyl, als auch Klick-Vinyldielen haften sofort fest am Untergrund und können nicht verrutschen.

Alternativ zum Kontaktkleber können auch spezielle Polymerkleber verwendet werden.

Unabhängig vom Produkt muss der Kleber auf jeden Fall zum Gewicht und der Stärke des Vinylbodens an der Wand passen – und die Klebekraft darf nicht durch verflüchtigende Inhaltsstoffe wie Wasser oder Lösungsmittel entstehen.

In Nassräumen sollte der Vinylboden ausschließlich mit Klebern auf Polymerbasis an der Wand befestigt werden, da diese auch bei Wassereinwirkung dauerhafte Haltbarkeit gewährleisten. Von selbstklebenden Vinylböden an der Wand ist im Badezimmer generell abzuraten, weil der Trockenkleber nicht darauf ausgerichtet ist.

Unabhängig davon, welcher Kleber verwendet wird, ist auf eine trockene, saubere und ebene Wand zu achten, bevor der Vinylboden an der Wand befestigt werden kann.

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Quellen & Verweise:

Vinylboden auf Treppe verlegen

Vinylboden auf Treppen: So funktioniert’s

Klebstoffe für die Verlegung von Vinylboden auf Treppen

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Ein Vinylboden überzeugt nicht nur als Bodenbelag, sondern auch bei der Gestaltung von Treppen. Welche Vorteile eine Treppe mit Vinylboden hat, welche Möglichkeiten es gibt und mit welchen Kosten dabei zu rechnen ist, lesen Sie in diesem Beitrag.

Ob Neubau oder Renovierung – die Auswahl des geeigneten Belages betrifft oft nicht nur die Bodenfläche, sondern schließt in vielen Fällen auch die Treppen mit ein.

Ein Vinylboden stellt bei der Verkleidung von Treppen eine bewährte Alternative zu anderen Materialien dar, denn er überzeugt in vielerlei Hinsicht.

Die Vorteile einer Vinylboden-Treppe

Material

Die Materialeigenschaften des Vinylbodens machen Treppen besonders robust und widerstandsfähig, selbst dann, wenn sie starken Belastungen ausgesetzt ist.

Vinylböden sind abriebfest, UV-beständig und leicht zu reinigen, was vor allem bei Treppen im Flurbereich oder in Haushalten mit Kindern und Haustieren eine große Rolle spielt.

Darüber hinaus ist Vinyl sehr weich und elastisch, wodurch beim Treppensteigen die Gelenke geschont werden. Auch Allergiker profitieren von Treppen aus Vinylböden, da diese antibakteriell sind.

Einsatzbereiche

Vinylboden kann auf jeder Treppe verlegt werden, sofern der Untergrund sauber, eben und für eine vollflächige Verklebung geeignet ist.

Die unterschiedlichen Materialstärken von Vinylböden ermöglichen die Verlegung auf Treppen mit verschiedenen Aufbauhöhen.

Darum kommt ein Vinylboden sowohl als Belag für neu errichtete Treppen aus Beton, als auch für die Renovierung von bestehenden Treppenbelägen aus Holz, Laminat oder Stein in Frage.

Einziges Manko: Vinylböden sind nicht witterungsbeständig und daher nur für Treppen im Innenbereich geeignet.

Optik

Vinylböden gibt es in unterschiedlichster Optik und Ausführung. Die Bandbreite der Dekors reicht von hell bis dunkel, von einfarbig bis marmoriert – auch Holz Optik oder Stein Optik sind erhältlich.

Dadurch bieten Vinylböden entsprechend gestalterischen Freiraum, um die Treppe optimal in das Raumbild zu integrieren.

Vinylboden auf Treppen verlegen: Welche Möglichkeiten gibt es?

Einen Vinylboden auf Treppen zu verlegen ist mit verhältnismäßig wenig Aufwand verbunden.

Mit der entsprechenden Ausstattung und dem nötigen handwerklichen Geschick lassen sich Vinylboden-Treppen auch in Eigenregie schnell und einfach renovieren oder herstellen.

Dabei gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

  • Die Treppe mit einem klassischen Vinylboden zu verkleiden
  • oder spezielle Fertigstufen zu verwenden.

Treppe mit Vinylboden verkleiden

Um einem Raum ein harmonisches Gesamtbild zu verleihen, können Treppen mit dem gleichen Vinyldekor verkleidet werden, wie der restliche Fußboden. Dieser kann entweder aus Vinyl auf HDF-Trägerplatten oder aus Vollvinyl bestehen.

Für die Verlegung auf der Treppen werden fertige Vinyldielen oder lose Vinylboden-Bahnen passgenau auf die Maße der einzelnen Treppenstufen (jeweils Ansichts- und Trittfläche) zugeschnitten.

Anschließend werden die angepassten Vinylboden-Elemente an den Stufenflächen angebracht.

Bei Vollvinyl ist dabei unbedingt eine vollflächige Verklebung notwendig.

Bei Vinylböden auf HDF-Trägern kann auch mit doppelseitigem Klebeband gearbeitet werden. Selbstklebende Vinylböden können natürlich ebenfalls auf der Treppe angebracht werden.

Wichtig ist nur, dass der Vinylboden auf Treppen auf jeden Fall immer fix mit dem Untergrund verbunden ist, damit nichts verrutschen kann.

Das gilt insbesondere auch für Vinylböden, die grundsätzlich für die schwimmende Verlegung geeignet sind.

Die Kanten, an denen Sicht- und Trittfläche aneinander stoßen, werden abschließend mit (meist selbstklebenden) Winkelprofilen verkleidet.

Für optisch schöne Übergänge zu anderen Bodenbelägen sorgen spezielle Abdeckschienen. So können z.B. unsaubere, durch den Vinylschneider verursachte Kanten, abgedeckt werden.

Vinylboden-Fertigstufensysteme

Diverse Vinylboden-Hersteller bieten verschiedene Produkte als verlegefreundliche Lösungen für Vinylboden-Treppenstufen an.

Hier einige Beispiele:

Tilo

Gleich zwei Lösungen für Vinylboden-Treppen bietet Tilo.

In der flexibleren Variante werden beliebige Vinylboden-Dielen mittels praktischen Click-System mit einem passenden Stufenkantenprofil verbunden. Stufentiefe und -länge spielen dabei keine Rolle, da Treppenstufen individuell an das entsprechende Treppenmaß angepasst und zugeschnitten werden können.

Die wartungsfreien Stufenkantenprofile sind in zwei Ausführungen (1 x oder 2 x eingeschlagen) sowie in allen Strukturoberflächen und Dekoren und Vinylboden Farben erhältlich. Mit der geringen Stärke von 10 mm sind die Vinylboden-Dielen von Tilo besonders auch für die Renovierung von bestehenden Treppen geeignet. Mit Korkeinlagen auf der Unterseite der Dielen ist zudem bereits eine Vinylboden Trittschalldämmung integriert.

Für noch weniger Aufwand in der Montage sorgt Tilo mit seinen Treppenstufen Kompakt.

Die vorgefertigten Treppenelemente bestehen aus Tritt- und Setzstufe und werden in einem Stück – und zu einem Fixpreis pro Stufe – geliefert. Sie brauchen vor der Verlegung nur entsprechend zugeschnitten werden, bevor sie einfach auf die Treppenstufen aufgesetzt werden können.

Geeignet sind Treppenstufen Kompakt sowohl für Renovierungen als auch für Neubauten, da sie für unterschiedliche Bodenstärken und in zwei Formaten (für gerade und gewendelte Treppen) erhältlich sind.

Hafa Treppen

Für Renovierungsarbeiten an Treppen mit großer Beanspruchung hat Hafa eine optimale Lösung.

Durch die Nutzungsklasse 43 halten Vinylstufen von Hafa auch extremen Belastungen stand und sind daher auch für Geschäftslokale und öffentliche Einrichtungen geeignet.

Die modularen Renovierungsstufen aus Vinyl sind in verschiedenen Dekoren und fünf Breiten, jedoch nur mit gerader Vorderkante erhältlich. Montiert werden die Vinylboden-Treppen mit Stabilisierungsschienen und Spezialklebstoff.

Primashop

Auch Vinylstufen von Primashop entsprechen der Nutzungsklasse 43 und sind dementsprechend robust.

Durch die hohen Qualitätsansprüche in der Zusammenarbeit mit ausgewählten deutschen Premium-Herstellern verfolgt Primashop das Motto „Profiqualität zum Selbermachen“.

Die in verschiedenen Designlinien, Dekoren und Ausführungen erhältlichen Treppenstufen können online nach individuellen Ansprüchen konfiguriert und bestellt werden.

Ähnlich aufgebaut sind auch die Produkte in den Online-Shops von Tresabo oder Conceptfloor.

Mit welchen Kosten ist für Treppen mit Vinylboden zu rechnen?

Zu den Kosten für eine Treppe mit Vinylboden kann keine pauschale Aussage getroffen werden.

Der finanzielle Aufwand hängt von der Beschaffenheit der Treppe und des Untergrunds sowie dem verwendeten Material bzw. System ab.

Während der Preis bei der Verkleidung von Treppen mit einem klassischen Vinylboden stark je nach Hersteller und Ausführung des Bodens variiert, kann bei der Verwendung eines Fertigstufen-Systems mit einem Richtwert von mindestens 80 bis 120 Euro pro Stufe kalkuliert werden.

Vinylboden Fugen gehen auseinander. Was tun um Fugen zu verschließen/versiegeln?

Fugen im Vinylboden: Das ist zu tun!

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Fugen im Vinylboden sind nicht nur unschön anzusehen, sondern bergen mitunter auch das Risiko von dauerhaften Schäden. Was Sie deshalb bereits beim Vinylboden verlegen beachten sollten und was Sie tun können, wenn Fugen im Vinylboden aufgehen, erfahren Sie im Folgenden.

Wodurch Fugen im Vinylboden auseinander gehen

Wie viele Bodenbeläge reagiert auch ein Vinylboden auf unterschiedliche Raumbedingungen.

Das Material arbeitet – Fugen entstehen oder gehen auf.

Meist sind die Gründe für Fugen im Vinylboden entweder Wärmeeinwirkung oder Feuchtigkeit.

Wärme

Während Parkett- und Laminatböden in erster Linie bei Feuchtigkeit empfindlich sind, reagieren Vinylböden vorrangig auf Wärme.

Das Material dehnt sich bei Wärmeeinwirkung stark aus und zieht sich bei sinkender Temperatur wieder zusammen. Auseinander gehende Fugen sind die Folge.

Besonders häufig entstehen Fugen im Vinylboden in Räumen mit großen Fenstern oder direktem Lichteinfall. Die Sonneneinstrahlung führt zu einem starken Temperaturanstieg an der Oberfläche – und folglich zur Ausdehnung des Vinylbodens.

Bei dunkleren Böden ist dieser Effekt noch deutlicher zu erkennen, als bei hellen, da diese das Sonnenlicht besser reflektieren.

Aber auch bei Fußbodenheizungen dehnt sich der Vinylboden stärker aus, weshalb unbedingt darauf geachtet werden sollte, dass die Oberfläche nicht zu schnell oder zu hoch aufgeheizt wird.

Feuchtigkeit

Eintretende Feuchtigkeit und die anschließende Trocknung führen ebenfalls dazu, dass Fugen im Vinylboden aufgehen können.

Vor allem in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit oder direktem Wasserkontakt (z. B. bei Vinylboden im Badezimmer) können dadurch dauerhafte Schäden bzw. Schimmelbildung entstehen.

Womit sich Fugen im Vinylboden vermeiden lassen

Durch seine Materialeigenschaften braucht der Vinylboden ausreichend Spielraum, um arbeiten, zu können.

Deshalb sollte bereits bei der Verlegung unbedingt eine Dehnungsfuge eingefügt werden. Und zwar überall dort, wo der Vinylboden auf unbewegliche Bauteile (z. B. Wände, Rohre, Säulen, Einbaumöbel) oder andersartige Bodenbeläge trifft.

Diese Fuge im Vinylboden dient dazu, das Ausdehen und Zusammenziehen des Materials auszugleichen und Fugen nur dort auseinander gehen zu lassen, wo es auch beabsichtigt ist.

Als Faustregel für den Randabstand gelten mindestens 5 mm bzw. in großen Räumen 1 mm pro Meter Länge.

Vinylboden bekommt Fugen – was tun?

Um Fugen im Vinylboden zu schließen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Im Fachhandel sind unterschiedliche Produkte erhältlich, um Fugen zu füllen, zu kleben oder zu versiegeln.

Elastische Materialien – z. B. Silikon – eignen sich am besten, um Fugen im Vinylboden zu füllen. Sie bleiben dauerhaft flexibel, wodurch sich der Boden entsprechend ausdehnen und wieder zusammenziehen kann.

Entsprechende Fugenfüller gibt es in zahlreichen verschiedenen Farben und Zusammensetzungen. Daher sind sie vielseitig einsetzbar und eignen sich optimal dafür, um Fugen im Randbereich zu schließen.

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Auch Übergänge zu Anschlussfugen bei Türen, Sockelleisten oder Treppen lassen sich damit abdichten.

Fugen wasserdicht zu versiegeln hat vor allem bei Vinylböden in Feuchträumen eine besondere Bedeutung, um dem Eindringen von Feuchtigkeit vorzubeugen.

Massiv verlegtes Vinyl kann z.B. in den Randbereichen und Anschlüssen zu Fliesen problemlos mit Silikon abgedichtet werden, was jedoch bei schwimmend verlegten Böden nicht zu empfehlen ist.

  • https://www.planeo.de/magazin/vinylboden-dehnungsfugen-worauf-ist-zu-achten/
  • https://www.deinetuer.at/wiki/dehnungsfuge
  • https://www.casando.de/ratgeber/vinylboden-vor-und-nachteile/
Vinylboden entfernen/rausreißen

Vinylboden entfernen: So funktioniert’s

Vinylböden sind einfach zu verlegen – und beinahe genauso leicht wieder zu entfernen.

Abhängig von Alter, Zustand und Verlegetechnik des Bodens sind allerdings einige Dinge zu beachten. Erfahren Sie im Folgenden, wie Sie Ihren Vinylboden am besten entfernen und die Reste sachgerecht entsorgen.

Worauf es beim Entfernen von Vinylböden ankommt

Steht die Neugestaltung eines Raumes oder eine Renovierung an, schließt das häufig auch den Austausch des Bodenbelages mit ein.

Vinylböden lassen sich verhältnismäßig leicht selbst entfernen, sofern einige wichtige Aspekte beachtet werden.

Verlegetechnik

Wie aufwändig die Entfernung eines Vinylbodens ist, hängt in erster Linie davon ab, wie er verlegt ist.

Schwimmend bzw. lose verlegte Vinylböden lassen sich einfacher als verklebte entfernen.

Und dabei macht es wiederum einen Unterschied, ob es sich um voll-verklebtes oder selbstklebendes Vinyl handelt.

Alter und Zustand des Bodens

Auch das Alter und der Zustand des Bodens spielen eine Rolle, denn die verwendeten Materialien und Verlegetechniken haben sich im Laufe der Jahre verändert.

Während heutzutage eingesetzte Vinylbodenkleber immer leistungsfähiger werden und demnach schwerer vom Untergrund zu trennen sind, sind ältere Beläge meist bereits stärker abgenutzt und spröde, was sie beim Ablösen leichter reißen/brechen lässt.

Besondere Vorsicht ist bei Vinylböden (eigentlich PVC-Böden) aus den 70er- und 80er-Jahren geboten: Diese können asbesthaltig sein und sollten demnach nur mit entsprechender Schutzausrüstung entfernt werden.

Arbeitsvorbereitung

Bevor mit der Demontage begonnen wird, sollte deshalb unbedingt eruiert werden, aus welcher Zeit der Vinylboden stammt und wie er am Untergrund befestigt ist.

Auch eine geeignete Arbeitskleidung sowie eventuell benötigte Schutzausrüstung (Mundschutz, Schutzbrille etc.) – und vor allem das richtige Werkzeug (Cuttermesser, Spachtel etc.) sollten bereits im Vorfeld vorbereitet werden.

Schwimmend verlegten Vinylboden entfernen

Schwimmend verlegter Vinylboden lässt sich sehr leicht entfernen, da er nicht fix mit dem Untergrund verbunden ist.

Im ersten – und gleichzeitig aufwändigsten – Arbeitsschritt werden die (geklebten, genagelten oder geschraubten) Sockelleisten demontiert. Danach kann mit der Entfernung des Bodens begonnen werden.

Relativ wenige Aufwand verursachen Vinylplanken mit Klicksystem. Diese können problemlos Reihe für Reihe abgenommen und – bei entsprechender Sorgfalt – gegebenenfalls sogar wiederverwendet werden.

Bei Bedarf wird dann in einem letzten Arbeitsschritt noch die Trittschalldämmung und die Vinylboden Unterlage entfernt, sofern diese für den neuen Bodenbelag nicht mehr benötigt wird.

Verklebten Vinylboden entfernen

Etwas aufwändiger gestaltet es sich beim Entfernen von verklebtem Vinylboden.

Zwar lässt sich auch dieser mit relativ geringem Kraftaufwand abnehmen, allerdings bleiben meist Kleber-Rückstände am Untergrund haften, die zusätzlich beseitigt werden müssen.

Boden in Einzelstücke unterteilen

Handelt es sich Vinylboden-Bahnen (eigentlich PVC-Boden), sollte der Boden mit einem scharfen Messer oder Cutter in gleichmäßige, schmale Bahnen geschnitten werden.

Besteht das Vinyl aus einzelnen Planken, lässt es sich ohne vorherige Unterteilung wieder entfernen.

Die einzelnen Elemente können mit einem Hebelwerkzeug oder Spachtel leichter erfasst und mit geringerem Kraftaufwand angehoben bzw. abgelöst werden.

Begonnen wird mit dem Ablösen idealerweise an den Ecken, indem ein Spachtel unter den Belag geschoben und der Boden entfernt wird.

Dabei kann es durchaus vorkommen, dass das Vinyl immer wieder reißt und der Spachtel erneut angesetzt werden muss.

Hartnäckige Verklebungen lassen sich durch Erwärmen mit einem Haarföhn leichter lösen, aber auch elektrische Spachteln oder maschinelle Teppichstripper erleichtern die Arbeit wesentlich (im Baumarkt/Mietpark anfragen).

In Baumärkten können zudem auch spezielle Multifräsen ausgeliehen werden. Diese sind vor allem für besonders alte Beläge und mehrfach gespachtelte Untergründe geeignet, da sie nicht nur den Vinylboden samt Klebeschicht vollständig entfernen, sondern sich zudem bis zur festen Tragschicht des Unterbodens vorarbeiten.

Vinylboden von Fliesen entfernen

Oft befindet sich unter der Vinyloberfläche bereits ein Bodenbelag, der im Zuge der Renovierung wieder freigelegt werden soll.

Will man zum Beispiel einen Vinylboden von Fliesen entfernen, ist eine besonders sorgfältige Vorgehensweise notwendig, um diese nicht zu beschädigen.

Klebeschicht beseitigen

Ist der Vinylboden vollständig entfernt, bleibt in den meisten Fällen eine Klebeschicht zurück.

Wird darauf ein neuer Belag verlegt, reicht es, die Kleberreste grob zu entfernen und dann mit einer Einscheibenmaschine abzuschleifen.

Soll dann ein neu gekaufter Vinylboden verlegt werden, ist das übliche Prozedere zur Vorbereitung des Untergrunds nötig.

Wurde das Vinyl jedoch entfernt, um den darunterliegenden Boden sichtbar zu machen, bleibt eine gründliche Beseitigung des Klebers nicht aus.

Am besten funktioniert es mit einem elektrischem Spachtel und einem Heißluft-Fön, mit welchem die Klebstoffreste erwärmt werden.

Alternativ dazu kann der Kleber aber auch mit Brennspiritus oder einer Terpentinersatz-Lösung befeuchtet und abgeschrubbt werden.

Vinylboden entsorgen

Ist der Vinylboden erfolgreich entfernt, werfen die verbliebenen Reste eine letzte entscheidende Frage auf: Wo entsorgen?

Da Vinylböden aus künstlich hergestelltem PVC bestehen, dürfen sie nicht in den normalen Hausmüll geworfen werden, sondern müssen sachgerecht entsorgt werden.

Insbesondere dann, wenn es sich um altes, asbesthaltiges Material handelt.

Vinylabfälle können entweder direkt in Werkstoffhöfen abgeliefert werden oder von der Sperrmüllabholung mitgenommen werden.

In beiden Fällen empfiehlt es sich, rechtzeitig mit dem zuständigen Entsorgungsbetrieb Kontakt aufzunehmen, um eventuell geltende Beschränkungen (Größe oder Menge der Vinylreste) zu eruieren und sich einen Termin für die Abgabe bzw. Abholung zu vereinbaren.

Außerdem gibt der jeweilige Abfallverwerter Auskunft darüber, mit welchen Kosten für die Entsorgung des Vinylbodens zu rechnen ist.

Quellen & Verweise:

  • https://www.casando.de/ratgeber/demontage-von-schwimmend-verlegtem-parkett-laminat-vinyl-und-co/
  • https://www.casando.de/ratgeber/vollflaechig-verklebten-boden-entfernen/
  • https://www.hausjournal.net/pvc-boden-entfernen
  • http://www.guide-zum-traumhaus.de/bodenbelag/so-einfach-laesst-sich-vinylboden-entfernen/
  • http://www.freizeit-heim.de/vinylboden/erleichterng-bei-der-entfernung-von-alten-pvc-belaegen/
  • https://raeumungen.at/blog/so-entfernen-sie-einen-pvc-boden-richtig/
  • http://www.wohnidee-profi.de/bodenbelag/darauf-muessen-sie-beim-entsorgen-von-vinyl-boeden-achten/
Vinylboden Stärke: wie dick sollte ein Vinylboden sein?

Welche Stärke sollte Vinylboden haben

Das Angebot an Vinylböden ist vielfältig – es gibt sie nicht nur in unzähligen Farben und Ausführungen, sondern auch in verschiedenen Stärken.

Dabei den Überblick zu behalten ist nicht so einfach und die richtige Auswahl zu treffen schon gar nicht.

Die nachfolgende Zusammenfassung der handelsüblichen Vinylboden Stärken und deren Einsatzbereiche soll bei der Entscheidung helfen.

Wovon hängt die Vinylboden Dicke ab?

In Bezug auf die Dicke von Vinylböden sind zwei Faktoren zu berücksichtigen: das Trägermaterial und die Nutzschicht.

Dicke des Trägermaterials

Beim Trägermaterial unterscheidet man grundsätzlich in Vinyl auf HDF-Trägerplatten und Massiv- oder Voll-Vinyl.

Vinyl auf HDF ist vom Aufbau her ähnlich wie Laminat und mit einem Klick-System ausgestattet.

Solch ein Vinylboden kann nur schwimmend verlegt werden und hat eine Dicke von ca. 10 mm.

Im Gegensatz dazu ist Massiv- oder Voll-Vinyl nur zwischen 2 und 5 mm dick, mit und ohne Klick-System erhältlich und sowohl zur schwimmenden als auch zur verklebten Verlegung geeignet.

Die Stärke des Trägermaterials hat Auswirkungen auf die Aufbauhöhe des Fußbodens, was vor allem bei Renovierungen von Bestandsbauten eine Rolle spielt.

Wird der Vinylboden etwa auf einem bestehenden Bodenbelag, wie z. B. auf Fliesen verlegt, eignen sich speziell dünnere Varianten.

Aber auch, wenn der alte Vinylboden entfernt wird, ist auf die gesamte Aufbauhöhe des bestehenden Fußbodens zu achten, um Schwierigkeiten an heiklen Stellen (z. B. Türschwellen) zu vermeiden. Im Zweifelsfall muss sonst nämlich die Tür gekürzt werden.

Stärke der Nutzschicht

Das, was landläufig unter der Stärke des Vinylbodens verstanden wird, bezieht sich vorwiegend auf die Nutzschicht.

Diese meist aus Polyurethan bestehende Oberfläche bestimmt durch das eingearbeitete Dekor nicht nur die Optik des Bodens, sondern schützt das Vinyl in erster Linie vor äußeren Einflüssen, wie Abnutzung, Beschädigungen, Feuchtigkeit, wie z.B. bei Vinylboden im Bad oder Schmutz.

Dass der Vinylboden grundsätzlich umso strapazierfähiger und langlebiger ist, je stärker diese schützende Nutzschicht ist, scheint wenig überraschend.

Doch welche Stärken sind in der Praxis für welche Einsatzbereiche geeignet?

Vinylboden in der Praxis: Welche Stärke für welchen Raum?

Die Stärke der Nutzschicht hat maßgeblichen Einfluss auf die Widerstandsfähigkeit und Robustheit des Bodens.

Handelsübliche Vinylböden sind in vier unterschiedlichen Ausführungen erhältlich:

  • 0,2 mm
  • 0,3 mm
  • 0,55 mm
  • 0,7 mm.

Bei der Auswahl des geeigneten Bodens spielt die tägliche Beanspruchung und Belastung des jeweiligen Raumes die entscheidende Rolle.

In Wohnräumen mit geringer Beanspruchung, wie z. B. Schlaf- oder Arbeitszimmer, sind Bodenbeläge mit 0,2 mm bzw. 0,3 mm Nutzschicht völlig ausreichend.

Ist der Boden höheren Belastungen ausgesetzt, wie es etwa in Fluren, Küchen, Wohn- und Kinderzimmern, insbesondere aber auch in Feuchträumen wie z.B. Badezimmern der Fall ist, empfiehlt sich die Verwendung von Vinylböden mit 0,55 mm Nutzschicht.

Diese sind nicht nur leichter zu reinigen, sondern sind auch strapazierfähiger und zudem feuchtigkeitsresistenter.

Vinylböden mit einer Nutzschicht von 0,7 mm sind vor allem für den Objektbereich ideal.

Ob Büro, Arztpraxis, Verkaufsraum oder Lager – Beläge mit sehr hoher Nutzschicht trotzen auch starken Beanspruchungen und Straßenschmutz, rege Kundenfrequenz oder punktuelle Belastungen durch schwere Regale oder Schreibtischstühle hinterlassen nicht so schnell Spuren. Dennoch sollten Sie eine Bürostuhlunterlage verwenden.

Welches Parkett zu welchen Möbeln? (Eiche, Buche, Erle, Kiefer, Nussbaum)

Farbberatung: welches Parkett zu welchen Möbeln?

Welche Parkett-Farben gibt es?

Parkett ist in zahlreichen Farbtönen erhältlich. Der authentische Holzcharakter kommt am besten zur Geltung, wenn das ursprüngliche Holz möglichst unverändert bleibt.

Die Farbpalette umfasst das gesamte Spektrum: Sehr helle Holzarten wie Ahorn, Birke oder Esche, Holzarten mit mittlerer Farbintensität wie Buche, Birnbaum, Bambus, Robinie oder Eiche, aber auch dunkle Holzarten wie Nussbaum und Wenge. Exotische Holzarten erweitern die Möglichkeiten noch mehr.

Das Basismaterial Holz kann außerdem mit mehreren Techniken farblich verändert und beeinflusst werden.

Möglich sind Oberflächenbehandlungen mit Öl, Lasur oder Lack. Mit Lasuren und Lacken sind viele Farben möglich, auch Varianten, die mit einem konventionellen Holzfarbton nicht mehr viel zu tun haben.

Holz kann mit Dampf behandelt oder geräuchert werden und dadurch einen dunklen Farbton annehmen. Wer einen weißen Parkettboden möchte, kann sich auch für gekalkte Eiche entscheiden.

Welches Parkett passt zu Kiefer?

Bei Kiefernmöbeln kommt es vor allem auf die Stilrichtung an, damit man das richtige Parkett wählt.

Für die ländlich-rustikale Variante passt ein Dielenboden aus einem farblich kontrastierenden Holz, entweder einige Nuancen heller oder dunkler, aber nicht in der gleichen Farbintensität. Für die dunkle Version eignet sich zum Beispiel Mooreiche oder Räuchereiche.

Die helle Alternative kann Parkett aus Ahorn oder Birke sein. Möbel aus Kiefernholz findet man häufig im skandinavischen Einrichtungsstil. Hier wirkt ein sehr heller, lackierter Parkettboden gut.

Wenn der nordische Stil eher klassisch ist, kommt ein dunkler Parkettboden infrage, beispielsweise aus Eiche mit einer intensiv-dunklen Ölbehandlung.

Welches Parkett passt zu Erle?

Erlenholz kann gelblich oder rötlich sein. Zum gelblichen Farbeinschlag passt ein eher dunkles Parkett, beispielsweise aus Nussbaum, Wenge oder geräucherter Eiche.

Exotische Holzarten mit dunklem Einschlag sind zu Erlenmöbeln eine ausgezeichnete Mischung, wenn der Wohnstil eher außergewöhnlich und extravagant ist.

Die rötliche Holzvariante harmoniert perfekt mit einem hellen Parkettboden, aber auch dunkle Farbtöne passen. Gut geeignet ist beispielsweise Ahorn, Bergahorn oder Birke für einen hellen Boden. Wer die dunkle Variante bevorzugt, liegt mit Nussbaum auf jeden Fall richtig.

Nussbaumholz passt sich sehr gut an helle Hölzer wie Erle an. Selbstverständlich können Erlenmöbel auch mit eingefärbtem Parkett in diversen Farbtönen kombiniert werden. Außerdem ist es sinnvoll, auf die Maserung zu achten. Eine gleichmäßige, feine Maserung verträgt sich mit einem lebhaften Parkett und umgekehrt.

Welches Parkett passt zu Buche?

Möbel aus Buche können mit einem gleichfarbigen Buchenparkett kombiniert werden.

Man sollte dabei darauf achten, dass vor allem der Rotanteil in den Holzarten passt.

Es gibt helles Buchenparkett, aber auch rötliche Varianten. Die Bezeichnung Kernbuche oder Rotbuche bezieht sich auf das Alter und den inneren Holzanteil eines Baumstamms, bei dem die rötlichen Nuancen überwiegen. Die Wirkung kann sehr dezent sein, mit weiteren farblichen Akzenten kommt Spannung in den Raum.

Wer einen lebhafteren Einrichtungsstil wünscht, entscheidet sich für einen kontrastierenden Parkettboden. Buchenmöbel und ein Boden aus Wenge oder Nussbaum ergeben eine edle Wirkung. Exotische Hölzer in dunklen Farben eignen sich ebenfalls sehr gut als Partner für Möbel aus Buche.

Welches Parkett passt zu Eichenmöbeln?

Eiche ist in mehreren Abstufungen verfügbar. Es kommt unter anderem darauf an, ob es sich um jüngeres oder älteres Holz handelt, auch die Oberflächenbehandlung hat einen Einfluss auf den Farbton.

Eichenmöbel harmonieren grundsätzlich gut mit Eicheparkett im exakt gleichen Farbton. Diese Kombination kann aber ein wenig langweilig wirken. Für zusätzliche Akzente sorgen Tisch- und Stuhlbeine aus Metall statt aus Holz. Ein Teppich ist ebenfalls ein schöner Blickfang und lockert den Raum auf.

Vorsicht, wenn der Eichenparkettboden farblich nur leicht abweicht, besser ist in diesem Fall ein stärkerer Kontrast. Als Alternative eignet sich ein Parkettboden aus einem kontrastreichen Holz. Zu hellen Eichenmöbeln passt ein dunkler Boden, zu Wildeiche oder nachgedunkelter Eiche sieht Ahorn gut aus.

Zu Möbeln aus gekalkter oder weiß lasierter Eiche wirkt ein intensiver, dunkler Parkettboden elegant. Rustikale Eichenmöbel vertragen sich ausgezeichnet mit einem Dielenboden im Landhausstil, auch hier ist entweder der gleiche Farbton oder eine kontrastierende Holzfarbe ratsam.

Welches Parkett zu Nussbaum-Möbeln?

Möbel aus Nussbaum haben eine warme Ausstrahlung. Der angenehme rötlich-braune Farbton kommt hervorragend mit einem hellen Parkettboden zur Geltung. Parkett aus Erle, Esche, Ahorn oder heller Buche ergänzt die Möbel stilvoll. Auch die rötliche Kernbuche oder Rotbuche ist ein guter Holzlieferant für einen farblich passenden Boden. Wer eine luxuriöse, elegante Wohn-Atmosphäre bevorzugt, kann sich auch für sehr dunkles Parkett/Nussbaum entscheiden. Um eine dunkle Farbe zu erzielen, kann das Holz für das Parkett geräuchert oder mit dunklen Ölen behandelt werden. Möglich sind Abstufungen von Dunkelbraun bis fast Schwarz. Ein solcher Parkettboden ergibt zusammen mit Nussbaummöbeln eine exklusive Wirkung.

Parkett entfernen/rausreißen: so geht's

Parkett entfernen – so geht’s

Irgendwann kommt für jeden Parkettboden der Zeitpunkt, an dem er entfernt werden muss.

Abhängig von der Verlegeart und der Parkettart können fleißige Heimwerker die Arbeit selbst in Angriff nehmen oder einen Fachbetrieb beauftragen.

Entscheidend ist, ob es sich um Fertigparkett oder Massivparkett handelt. Auch der verwendete Parkett Kleber spielt eine Rolle.

Außerdem kommt es auf die Zeit an, die zur Verfügung steht, wie groß die Fläche ist und welche Werkzeuge beziehungsweise schwereres Gerät verwendet werden müssen.

Der Kostenfaktor ist ebenfalls wichtig – Selbermachen spart Kosten, kann aber sehr umständlich und schwierig sein. Ein Profi ist dagegen bestens ausgerüstet und kennt die Herausforderung beim Parkett entfernen ganz genau.

Wann muss Parkett entfernt werden?

Grundsätzlich ist das Naturmaterial Holz langlebig. Parkett kann abgeschliffen und neu versiegelt werden. Auch Kratzer können mit einem Parkett Reparaturset repariert werden.

Allerdings ist das nur bei massivem Parkett mehrfach möglich. Bei Fertigparkett ist die Nutzschicht relativ dünn, sodass das Abschleifen höchstens zweimal zu einem guten Ergebnis führt.

Wenn also der ursprünglich verlegte Parkettboden nicht mehr renovierbar ist, muss er entfernt und ausgetauscht werden.

Ein weiterer Grund: Das alte Parkett gefällt den Bewohnern einfach nicht mehr. Bevor man neues Parkett verlegen kann, muss der alte Holzboden zwangsläufig weichen.

Video: Parkett entfernen mit der Bodensäge

Der einfache Fall: Schwimmend verlegtes Parkett entfernen

Am leichtesten klappt die Entfernung, wenn es sich um schwimmend verlegtes Fertigparkett handelt.

In diesem Fall sind nur die einzelnen Elemente mit Leim verbunden. Noch einfacher ist es bei einem Klickparkett, bei dem gar kein Kleber verwendet wurde.

Mit dem Untergrund ist das Parkett auf keinen Fall verklebt, dementsprechend einfach ist die Entfernung des Bodens.

Zuerst geht es an die Entfernung der Sockelleisten.

Danach wird die erste Parkettreihe angehoben, man fängt an einem Ende des Zimmers an.

Sinnvoll ist die Verwendung eines Hebelwerkzeugs. Mit einer Brechstange oder einem sogenannten Kuhfuß gelingt es gut, das Parkett zu entfernen.

Die einzige Schwierigkeit liegt bei der ersten Reihe, nachdem die Fuge nur ein Maß von etwa 10 bis 15 Millimetern hat. Wenn die erste Parkettreihe entfernt ist, gelingt die weitere Entfernung sehr schnell.

Ausnahme: Verleimte Parkettelemente mit einer Nut-Feder-Verbindung können ein wenig komplizierter sein. Es ist notwendig, die Verbindungen zwischen den einzelnen Planken zu durchbrechen. Aber der Aufwand hält sich auch in diesem Fall in Grenzen und ist von Hobby-Handwerkern gut zu bewältigen.

Mit hohem Aufwand: Verklebtes Fertigparkett entfernen

Ganz anders sieht es dagegen aus, wenn voll verklebtes Fertigparkett entfernt werden muss, bevor man neue Dielen verlegen kann.

Die feste Verklebung ist in reiner Handarbeit normalerweise nicht zu lösen. Möglich ist das nur, wenn die Klebeverbindung aus Altersgründen brüchig ist.

Bevor man also zum Maschineneinsatz greift, lohnt sich ein Versuch. Bei einer brüchigen Klebeverbindung ist es machbar, die einzelnen Parkettstäbe abzuschaben.

Gute Hilfsmittel sind Stemmeisen, Schaber und Spachtel. Allerdings erfordert die Arbeit Zeit und Kraft.

Bei einer stabilen Klebeverbindung hilft nur eine Spezialmaschine. Krafteinsatz ist immer noch erforderlich, aber man sieht wenigstens relativ schnell Fortschritte.

Wenn eine Maschine verwendet wird, ist es sinnvoll, ein Gerät mit Feinstaubabsaugung (oder zumindest einen Staubsauger) zu verwenden. Ansonsten raten Experten zum Tragen einer Atemschutzmaske, damit die Staubentwicklung keine gesundheitlichen Schäden verursacht.

Besonders schwierig ist das Entfernen von Fertigparkett, wenn elastische Klebstoffe verwendet wurden. Dabei handelt es sich meist um Silanklebstoffe, die sich durch eine hohe Lebensdauer und Elastizität auszeichnen.

Dieses eigentliche Qualitätsmerkmal kann beim Parkett entfernen zu großen Schwierigkeiten führen. Die unterste Schicht der Parkettstäbe kann am Estrich kleben bleiben und muss in mühsamer Arbeit extra entfernt werden.

Video: Parkettkleber nach dem Parkett rausreißen abfräsen:

Massivparkett entfernen

Bei Massivparkett kommt es zunächst auf das Alter an. Parkett, das schon einige Jahrzehnte oder noch länger im Einsatz ist, löst sich oft fast von selbst.

Die damals verwendeten Klebstoffe haben ihre Festigkeit längst verloren. Neuartige Klebstoffe wie ein elastischer Silanklebstoff machen die Entfernung jedoch zu einer enormen Herausforderung.

Von Hand ist die Entfernung praktisch unmöglich. Man braucht einen professionellen Parkettleger mit Erfahrung und vor allem eine Spezialmaschine.

Bei einem alten Massivparkett kann es sich lohnen, über die Alternative „Abschleifen und neu Versiegeln“ nachzudenken. Der besondere Charme eines Bodens „mit Geschichte“ kann wunderbar zur Geltung kommen, wenn ein altehrwürdiges Massivparkett, frisch überholt, mit dem passenden Interieur kombiniert wird!

Was kostet die Parkettentfernung?

Die Kosten für das Entfernen eines Parkettbodens sind variabel und hängen vom Zustand des alten Bodens ab.

Verklebung, Größe des Raumes und Zeitaufwand spielen eine Rolle bei der Preisgestaltung. Wenn die Verklebung brüchig ist, kann die Entfernung sehr schnell und einfach vonstatten gehen, aber bei einem elastischen Kleber mit hoher Haftkraft ist ein großer Aufwand erforderlich.

Ein kompetenter Fachbetrieb erstellt einen aussagekräftigen Kostenvoranschlag, damit ist man vor unliebsamen Überraschungen sicher.

Schon vor der Entfernung gilt es, sich auch über Parkett Preise generell zu informieren.

Dann gelingt es auch, für den Parkett Kauf eine realistische Einschätzung zu treffen. Denn nachdem der alte Boden fachmännisch entfernt wurde, kann ein neuer Parkett- oder Dielenboden verlegt werden, der wieder für eine angenehme Wohnatmosphäre sorgt.

Wo kann man Parkett entsorgen?

Altes Parkett fällt unter die Kategorie Bauschutt.

Auf keinen Fall dürfen die Planken verbrannt werden, denn in herausgerissenem Parkett befinden sich so gut wie immer Schadstoffe in irgendeiner Form.

Kleber, Öle und Versiegelungslacke können der Gesundheit schaden, diese Materialien dürfen weder ins Grundwasser gelangen noch auf sonstige Weise in der Umwelt entsorgt werden.

Wohin mit altem Parkett? Wenn es sich nur um kleine Mengen handelt und das Parkett – ohne Kleber – schwimmend verlegt wurde, können die Überreste im Hausmüll entsorgt werden. Meistens handelt es sich aber um größere Abfallmengen.

Besonders dann, wenn das alte Parkett verklebt war, ist es sogar Sondermüll. Klebstoffe, die vor einigen Jahrzehnten verwendet wurden, enthalten oft giftige Bestandteile. In diesem Zusammenhang: Beim Entfernen des alten Parketts sollte immer eine Atemschutzmaske getragen werden.

Man kann sich bei der Gemeinde erkundigen, ob der örtliche Bauhof die richtige Anlaufstelle ist.

Die Verwaltung erteilt die Auskunft, wo man Parkett entsorgen kann. Wer einen Profi mit der Entfernung und Entsorgung beauftragt, ist ebenfalls auf der sicheren Seite. In den Kosten ist auch der Abtransport enthalten, eine Ausgabe, die sich lohnt.

Vinylböden auf Fliesen oder Parkett verlegen

Vinylboden auf Fliesen oder Parkett verlegen – geht das?

Sind Fliesen unansehnlich geworden oder farblich aus der Mode gekommen, beginnt die Suche nach Alternativen, wenn neue Fliesen keine Option sind.

Eine Möglichkeit, einen gefliesten Fußboden zu überdecken, sind Vinylböden.

Doch geht es überhaupt, Vinylboden auf Fliesen zu verlegen?

Die Antwort lautet: Es kommt darauf an, denn nicht jeder Vinylboden ist dafür geeignet, und auch beim Verlegen gibt es einige Besonderheiten zu beachten.

Welcher Vinylboden für das auf Fliesen verlegen geeignet ist und welcher nicht und welche Besonderheiten es zu beachten gilt – das erfahren Sie hier.

Welche Vinylböden eignen sich fürs Verlegen auf Fliesen?

Es gibt drei verschiedene Arten von Vinylböden, nämlich Vollvinyl, Klick-Vinyl und Klick-Vinyl mit HDF Träger, die unterschiedliche Eigenschaften und dementsprechend Vorteile und Nachteile aufweisen und die auf unterschiedliche Weise verlegt werden, sodass nicht jeder Vinylboden für das Verlegen auf Fliesen geeignet ist.

Vinylböden auf Fliesen werden gespachtelt
Die Spachtelschicht auf der die Vinylplanken später aufgeklebt werden.

Ist Vollvinyl für das Verlegen auf Fliesen geeignet?

Bei Vollvinyl handelt es sich um 2 bis 4 Millimeter dicke Planken, die landläufig auch als PVC Streifen bezeichnet werden. Das ist der ursprüngliche und typische Bodenbelag, wenn von einem Vinylboden, von einem Designboden aus Vinyl oder von Designvinyl die Rede ist. Vollvinyl wird fest mit dem Untergrund verklebt verlegt. Aus diesem Grund ist dieser Bodenbelag extrem robust und widerstandsfähig, sodass er sogar im gewerblichen Bereich und im Ladenbau Verwendung findet.

Die Vorteile und Nachteile

Der Vorteil von Vollvinyl ist, dass dieser Bodenbelag auf den Fliesen verklebt wird und fest mit dem Untergrund verbunden ist.

Das verleiht dem Vinylboden Stabilität, sodass der Boden beim Begehen nicht wippt und auch nicht klappert. Stattdessen fühlt er sich sicher und fest an. Vollvinyl ist außerdem resistent gegen Wasser und gegen Wärmeeinstrahlung. Zusammen mit der Spachtelschicht erreicht der Vollvinyl Bodenbelag eine maximale Höhe zwischen 5 und 8 Millimetern, sodass Türen, wenn überhaupt, nur geringfügig abgeschliffen werden müssen.

Der Nachteil von Vollvinyl ist, dass das Verlegen durch das sorgfältige Verkleben auf den Fliesen aufwendiger und deshalb auch kostenintensiver gegenüber dem Klicksystem ist.
Wir empfehlen unseren Kunden diese Variante, wenn es darum geht, Vinylboden auf Fliesen zu verkleben.

Ist Klick-Vinyl fürs Verlegen auf Fliesen geeignet?

Anders als Vollvinyl besteht Klick-Vinyl aus 8 bis 12 Millimeter dicken Klick-Elementen, ähnlich dem Klick-Laminat. Aufgrund des Klick-Systems wird Klick-Vinyl mit einem Vinylschneider zugeschnitten und dann lose auf einer Schaumunterlage beziehungsweise einer Trittschalldämmung für Vinyl verlegt und nicht verklebt. Besteht das Klick-Vinyl aus Vollvinyl, ist es zumindest gegen Wasser unempfindlich.

Die Vorteile

Der entscheidende Vorteil von Klick-Vinyl ist, dass dieser Vinylboden durch das Klicksystem sehr schnell und mit wenig Aufwand verlegt werden kann. Deshalb können sich auch Heimwerker an diese Aufgabe wagen. Nach einer sorgfältigen Reinigung wird der Vinylboden schwimmend auf der Trittschalldämmung verlegt, wobei ausreichend Abstand zur Wand gehalten werden sollte. Ist diese Arbeit erledigt, werden abschließend die Fußleisten angebracht.

Die Nachteile

Der Nachteil von  Klick-Vinyl ist, dass der Boden, ebenso wie Laminat, klappern und bei einem unebenen Untergrund leicht wippen kann.

Abhängig von der Qualität des Klick-Vinyls kann sich das Material dadurch, dass es nicht fest am Boden fixiert ist, infolge von hoher Luftfeuchtigkeit oder starker Sonneneinstrahlung und sehr hohen Temperaturen verziehen.

Außerdem reagiert Klick-Vinyl sehr viel empfindlicher auf Wasser als die verklebte Variante mit Vollvinyl. Insgesamt erreicht Klick-Vinyl eine hohe Aufbau-Dicke, sodass zusammen mit der Trittschalldämmung 12 bis 15 Millimeter erreicht werden können. Deshalb kann es passieren, dass der Fußboden mit dem neu verlegten Vinylboden insgesamt zu hoch wird, sodass das Öffnen der Türe sowie andere Konstruktionen in diesem Raum beeinträchtigt werden.

Klick-Vinyl nur in Ausnahmefällen auf Fliesen verlegen

Auch wenn sich Vinylboden schwimmend auf Fliesen verlegen lässt, empfehlen wir unseren Kunden diese Variante nur in begründeten Ausnahmefällen.

Eine dieser Ausnahmen ist das Verlegen eines Vinylbodens auf vorhandenen Fliesen mit einer Fußbodenheizung. Die meisten Vinylböden werden von den Herstellern für Fußbodenheizungen freigegeben, allerdings mit der Einschränkung, dass sich die Fußbodenheizung auf eine maximale Temperatur von 28 Grad Celsius begrenzen lässt.

Darüber hinausgehende Werte sind meist nicht von der Herstellergarantie gedeckt. Für den maximalen Wirkungsgrad der Fußbodenheizung ist Klick-Vinyl besser als Vollvinyl geeignet. Durch die Trittschalldämmung kann jedoch die Wärmedurchlässigkeit beeinträchtigt werden.

Vinylboden wird auf Fliesen verklebt
Fliesen werden erst überspachtelt bevor der Klebstoff aufgetragen wird.

Ist Klick-Vinyl mit HDF Träger fürs Verlegen auf Fliesen geeignet?

Klick-Vinyl mit HDF Träger ist die niedrigste Qualitätsstufe bei Vinylböden. Laminatböden werden ebenso aus sogenannten HDF beziehungsweise MDF Trägern gefertigt, wobei es sich um hochverdichtete Holzfaserplatten handelt. Anders als Laminatböden sind Klick-Vinylböden mit HDF Träger mit einer ca. 1 Millimeter dünnen Vinyl Schicht überzogen. Diese Konstruktion ist allerdings sehr empfindlich in Bezug auf Wasser und eine hohe Luftfeuchtigkeit.

Hat diese Art von Vinylboden einmal Wasser abbekommen und sich dadurch verformt, nimmt er seine ursprüngliche Form nicht mehr an. Die Verwerfungen bleiben auch nach dem Trocknen noch bestehen. Aus diesem Grund ist  es nicht empfehlenswert, Klick-Vinyl mit HDF Träger als Vinylboden auf Fliesen zu verlegen.

Warum nur Profis Ihr Vollvinyl auf Fliesen verlegen sollten

Vinylboden sollte aus verschiedenen Gründen nur von Profis auf Fliesen verlegt werden.

Zunächst muss der Untergrund sorgfältig gereinigt werden. Anschließend wird eine Spezialgrundierung aufgetragen, bei der es sich entweder um eine Mischung aus Epoxidharz mit Quarzsand oder aus PU-Grundierung (Polyurethan) mit Quarzsand handelt. Darauf wird eine Ausgleichsmasse verbracht und der Untergrund sorgfältig gespachtelt und begradigt.

Nur so ist es möglich zu verhindern, dass sich die Struktur der Fliesen oder auch die Fugen nicht durchdrücken und durch den Vinylboden sichtbar werden. Diese vorbereitenden Maßnahmen sind auch deshalb erforderlich, weil der Kleber für den Vinylboden einen saugfähigen Untergrund benötigt, um ausreichend Halt zu finden und langfristig zu haften.

Erst durch die Verspachtelung entsteht eine glatte und stabile Oberfläche, die nach dem Trockenvorgang geschliffen wird, um Unebenheiten auszugleichen und um einen von Rückständen freien und makellosen Untergrund zu schaffen. Erst dann kann der Vinylboden aus Vollvinyl verlegt und verklebt werden.

Sie suchen einen Fachbetrieb, bei dem Sie einen Vinylboden kaufen oder von dem Sie einen Vinylboden verlegen lassen können, bei dem Ihre Fragen beantwortet werden und Sie eine ausführliche Beratung erhalten? Dann kontaktieren Sie uns noch heute.

Klebstoff auftragen beim Vinylboden verlegen

Vinylboden richtig kleben und verlegen

Die wichtigste Frage zuerst:
Vinylboden schwimmend verlegen oder besser verkleben?

Aufgrund unserer einschlägigen Erfahrung raten wir in fast allen Fällen von einer schwimmenden Verlegung von Vinylböden ab.

Ein schwimmend verlegter Vinylboden, der sich aufgrund von Temperaturschwankungen verformt hat
Ein schwimmend verlegter Vinylboden, der sich aufgrund von Temperaturschwankungen verformt hat 😀

Viele Hersteller von Vinylböden schreiben in Ihren Verlegerichtlinien, dass der Boden nicht unter Fenstern mit starkem Lichteinfall oder Räumen mit hohen Temperaturen verlegt werden darf.

Was hat diese Tatsache mit der Frage „schwimmend oder verklebt verlegen“ zu tun?

Die meisten (Klick-) Vinylböden zur schwimmenden Verlegung bestehen aus Vollvinyl, welches sich bereits bei Sommertemperaturen verformen kann. Unter Fenstern mit viel Lichteinfall geschieht dies besonders schnell.

Dies äußert sich in der Bildung von „Hügeln“ (konvexe Verformung) und kann den Boden in der Raummitte nach oben drücken.

Hierdurch kann es vorkommen, dass sich Türen nicht mehr öffnen lassen (!) oder dass sich der Boden irreversibel verformt. Daher ist unserer Erfahrung nach in fast allen Fällen von einer schwimmenden Verlegung abzusehen.

Betrachtet man außerdem die Preise für Vinylböden, inkl. Verlegekosten bzw. die Kosten für Handwerker, bietet die schwimmende Verlegung keinen Preisvorteil gegenüber der viel hochwertigeren und haltbareren verklebten Variante.

Vinylboden schwimmend verlegen: Vorteile

  • schnelle Verlegung
  • auch für Laien durchführbar
  • für Selbstverleger sehr günstig

Vinylboden schwimmend verlegen: Nachteile

  • hohe Anfälligkeit gegen Wärme
  • Gefahr der Fugenbildung
  • Gefahr des Aufstellens der einzelnen Elemente
  • Kein Preisvorteil gegenüber einer (wesentlich hochwertigereren) verklebten Verlegung durch einen Dienstleister

Das Vinylboden kleben ist nicht die einfachste, jedoch die beste Möglichkeit, um einen stabilen und beständigen Bodenbelag zu erhalten. Allerdings müssen die Vorarbeiten sehr präzise ausgeführt werden, damit der Vinylboden perfekt auf dem Untergrund verklebt werden kann.

Zur Verfügung stehen folgende Methoden:

  1. eine vollflächige Verklebung mittels Klebstoff und Zahnspachtel
  2. das Verkleben mit einem selbstklebenden Belag

Wie das Vinylboden kleben genau funktioniert, worin sich beide Methoden unterscheiden, erfahren Sie gleich.

Schwimmend verlegter Vinylboden bäumt sich auf
Noch ein schwimmend verlegter Vinylboden, der besser verklebt worden wäre 🙂

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Verklebung

Es müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, um einen Vinylboden so zu verkleben, dass er gleichmäßig und ohne Abdruck auf dem Boden aufliegt. Dazu gehört ein sauberer, zementär gespachtelter und glatt geschliffener Untergrund. Wie Sie den Untergrund perfekt vorbereiten, erfahren Sie hier.

Ist der Untergrund nicht perfekt gespachtelt und geschliffen, kann der Vinylboden nach dem Verkleben schlimmstenfalls Dellen aufweisen oder Wellen aufweisen.

Dann war die ganze Mühe umsonst… 🙁

Die verschiedenen Arten der Verklebung

1. Die vollflächige Verklebung

Bei der vollflächigen Verklebung wird auf den gut vorbereiteten Untergrund mit einem Zahnspachtel Dispersionsklebstoff (ein Nassklebstoff) aufgetragen, auf dem anschließend die 2 bis 4 Millimeter dicken Vinyl-Planken verlegt werden.

Bei der sog. „vollflächigen Verklebung“ wird immer in Bahnen gearbeitet, die einem Vielfachen der Breite einer Planke entsprechen. Was genau damit gemeint ist, sehen Sie im gleich folgenden Video.

Dazu wird der Nassklebstoff großflächig über die gesamte Breite exakt mit einer Zahnspachtel auf den Untergrund aufgetragen und nach kurzem Ablüften ins Kleberbett gelegt. Beim vollflächigen Vinylboden kleben muss schnell gearbeitet werden, da der Nassklebstoff bereits nach 30 bis 40 Minuten nicht mehr richtig haftet.

Wie viel Klebstoff auftragen?

Außerdem darf nicht zu viel und auch nicht zu wenig Klebstoff auf den Untergrund aufgetragen werden, um eine optimale Haftung zu erzielen. Wenn man einen Vinylboden verklebt, macht man dies mit einer sog. Zahnspachel. Diese gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Je nach Größe der „Zähne“ werden unterschiedliche Mengen an Klebstoff aufgetragen. Welche Zahngröße Sie genau brauchen, erfahren Sie beim Hersteller/Händler Ihres Vinylbodens.

Video: Vinylboden mit Klebstoff und Zahnspachtel verkleben

Die Vorteile eines verklebten Vinylbodens

Verklebter Vinylboden bietet zahlreiche Vorteile, nämlich diese:

  • Vollvinyl wird fest mit dem Untergrund verklebt, sodass der Bodenbelag sehr stabil und widerstandsfähig ist. Das ist auch der Grund, weshalb er unter anderem im Ladenbau sowie im Messe– und Eventbereich verwendet wird.
  • Auch bei einer Fußbodenheizung ist das Vinylboden kleben die beste Lösung, da die geringe Aufbauhöhe und die feste Verbindung des Bodenbelags mit dem Untergrund eine direkte Wärmeübertragung ermöglichen.
  • Ein verklebter Vinylboden genügt höchster Beanspruchung und bietet eine gute Raumakustik.

Wer als Mieter einen Vinylboden kleben lassen möchte, sollte zuvor die Erlaubnis des Vermieters einholen, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.

2. Vinylboden mit selbstklebender Unterseite

Beim Verkleben mit einem selbstklebenden Belag ist die Rückseite eines Moduls beziehungsweise einer Planke bereits mit Klebstoff präpariert, der durch eine Folie geschützt ist. Diese wird beim Vinylboden kleben einfach abgezogen, und die Vinyl-Planke wird auf den zuvor grundierten Unterboden aufgebracht.

Diese, für das Vinylboden kleben verwendete Technik ist bei Heimwerkern beliebt, da sie kein Geschick mit Klebstoff und Zahnspachtel erfordert. Dennoch ist v. a. beim Anlegen der ersten Reihen äußerste Präzision gefragt.

Um einen selbstklebenden Vinylboden erstklassig zu verlegen, ist nicht nur handwerkliches Geschick erforderlich. Es erfordert auch eine Menge Zeitaufwand. Ausgebildeten Handwerkern geht die Arbeit sehr schnell von der Hand. Einen unserer Handwerksbetriebe finden Sie auch in Ihrer Nähe.

Video: selbstklebenden Vinylboden verlegen

Verlegen von selbstklebendem Vinylboden

Bevor der Vinylboden auf dem bereits vorbereiteten Untergrund verklebt werden kann, sollte er sich rund 24 Stunden vor dem Verkleben im Verlegeraum akklimatisieren, sodass er sich dem Raumklima anpassen kann.

Verlegerichtung bestimmen

Da die Türe die Hauptblickrichtung in den Raum ist, wird von hier aus mit dem Verlegen begonnen. Der erste Schritt ist der Wichtigste, da er darüber entscheidet, dass die erste Reihe und die sich daran anschließenden Reihen exakt verlegt werden.

Um eine gerade Linie zu erzeugen, kann eine Schlagschnur verwendet werden:

Alternativ dazu kann auch ein Bodenlaser verwendet werden:

Auf der Rückseite der Planke befindet sich (meist) ein Pfeil, der die Verlegerichtung anzeigt.

Diese Richtung muss bei allen Dielen zwingend eingehalten werden. Die rückseitige Folie wird etwas abgezogen und die erste Diele exakt an der Hilfslinie platziert.

Dann wird die restliche Folie abgezogen und die Diele am Fußboden festgedrückt.

Dielen, die größenmäßig angepasst werden müssen, werden mit einem scharfen Messer angeritzt und dann abgeknickt. Die zweite Dielenreihe wird dann um mindestens ein Drittel versetzt zur ersten Reihe angeordnet.

Bei Vollvinyl ist meist kein Vinylschneider oder ähnliches Werkzeug nötig.

Die für die Heizungsrohre benötigten Löcher werden im Idealfall mit einem Forstnerbohrer gefertigt (bei schwimmend verlegtem Vinyl).

Bei verklebtem Vollvinyl ist es möglich, die Löcher mit einem Cutter, oder Teppichmesser quadratisch anzuritzen und herauszubrechen. Am Schluss werden die Sockelleisten an der Wand verschraubt.

Das brauchen wir zum Vinylboden verkleben:

Den Raum vermessen, bevor man klebt

Vor dem Verlegen des Vinylbodens müssen wir uns gut überlegen, wo wir unsere ersten 3-5 Reihen platzieren wollen.

Typischerweise ist dies z.B. eine Außenwand, welche die gesamte Raumlänge/Breite abdeckt.

Außerdem sollten wir messen, ob unsere Wand der Wahl zumindest einigermaßen parallel zur gegenüberliegenden Wand liegt. Ist dies nicht der Fall, können am Ende Schrägschnitte nötig sein, die nicht sehr schön aussehen.

Im Zweifelsfall sollte besser etwas mehr gemessen und ausgemittelt werden.

Vinylboden für die Verlegung richtig zuschneiden

Vinylböden können z.B. mit einer großen Schere oder einem Teppichmesser geschnitten werden. Profis ritzen nur die Oberfläche mit einem scharfen Messer an und brechen die Vinylplanke dann einfach ab. Dies ist die schnellste Art der Vinylboden-Verlegung.

Nicht zu viel Klebstoff auftragen

Der Klebstoff hat eine begrenzte Zeit in der er seine Klebekraft erhält.

Wartet man zu lange, muss der Klebstoff mühsam von Boden abgeschabt werden. Daher empfiehlt es sich vorher genau anzuzeichnen, wie weit man den Klebstoff aufbringt.

Beispiel:

Wir möchten 5 Reihen gleichzeitig verlegen. Nehmen wir weiter an, eine Planke hat eine Breite von genau 17 cm. Also ziehen wir eine Markierung die 17 cm x 5 breit ist (85 cm).

Wir tragen den Klebstoff also auf eine Spur von genau 85 cm Breite auf.

Anschließend verlegen wir unsere ersten 5 Reihen des Vinylbodens auf dem Klebstoffbett. Danach zeichnen wir die nächsten 85 cm an und so weiter.

Bonus Tipp #1:

Nach jeder Bahn die verlegt wurde, sollte der Belag nochmals angedrückt werden.

Hierzu gibt es z.B. spezielle Metallwalzen, die auch bei der Verlegung von Teppichböden zum Einsatz kommen. Solche Walzen können in der Regel bei jedem Baumarkt ausgeliehen werden.

Alternativ kann z.B. ein Brett mit einem Handtuch umwickelt werden, mit welchem man dann den frisch verlegten Vinylboden „entlang anreibt“.

Bonus Tipp #2:

Selbst Profis passiert es beim Verlegen, dass etwas Klebstoff auf den Vinylboden gelangt.

Statt diesen jedoch gleich abzuwaschen, sollten Sie besser warten, bis der Klebstoff abgetrocknet ist.

Beim Abwaschen verteilt sich der Klebstoff nur noch mehr und ist später schwer aus den Fugen zu entfernen. Lässt man ihn hingegen abtrocknen, kann er meist nach der Verlegung des Vinylbodens einfach abgezogen werden.

Bonus Tipp #3

Wenn Sie die Vinylboden-Verlegung für mehrere Stunden oder Tage unterbrechen müssen, entfernen Sie überschüssigen Klebstoff vom Untergrund.

Hierzu nehmen Sie am Besten ein Holzbrett mit einer geraden Kante und drücken damit den überschüssigen Klebstoff am Boden platt.

Besonders wichtig ist dies im Bereich der Kanten des bereits verlegten Vinyls. Andernfalls muss der Klebstoff am nächsten Tag mühsam mit einem Schaber abgeschabt werden.

Zu guter Letzt: wenn Ihr Vinylboden fertig verlegt wurde, schützen Sie Ihn an stark frequentierten Bereichen mit einer Bodenschutzmatte.

Weiterführende Links:

  • https://www.wineo.de/designboden/kleben-oder-klicken/
  • http://www.fussboden-gutachter.de/elastische-belaege/21-designbelaege-kleben
  • https://www.pergo.de/de-de/vinylboden/vinyl-verlegen/leim
Vinylboden Hersteller

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